Achtsamkeit als Pflicht – warum bewusster leben auch stressen kann

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ist selbst für Sorge vielleicht auch mittlerweile so was wie zu einer Pflicht geworden?

00:00:06: Das macht man halt so.

00:00:07: Instagram ist voll mit Selbstfürsorgen, Selbstliebe und wenn ich das nicht mache fühle ich mich auch schlecht Und dass wiederum sorgt dafür, dass ich weniger Selbstlieben habe Also eine Abwärtsspirale.

00:00:20: Was uns quasi entstressen soll plötzlich wieder für Stress sorgt.

00:00:24: also ein Paradoxum sozusagen.

00:00:26: Früher war es eben dieses Hör schneller weiter und heute ist es eher so ein tiefer Atmen, bewusster Leben, besser schlafen.

00:00:34: Aber die Energie darunter ist die ganz gleiche geblieben.

00:00:38: Und zwar die Energie... Ich muss noch irgendwer werden!

00:00:43: ...und ich bin eben nicht genug.

00:00:45: Seit wann ist Ruhe etwas was wir uns eigentlich verdienen müssen?

00:01:02: Hallo Adrien hier, so schön dass du wieder rein hörst in eine neue Folge des Old Soul Podcasts.

00:01:09: Ein Podcast für bewustere Momente, in schnelllebigen Zeiten und heute geht es um meine Beobachtung die ich gemacht habe sowohl ehrlich gesagt im Außen als auch bei mir.

00:01:24: im Innen.

00:01:25: Ich kenne das von mir auch was ich dir heute erzähle Und dieser Podcast soll ein liebevoller Ort sein an dem ich einfach Dinge ausspreche, die mir aufgefallen sind ohne talkmatisch zu sein, ohne mit dem Finger auf jemandem zu zeigen.

00:01:44: Weil zu neunundneutzig Prozent des E-Dinge, die ich von mir kenne und eigentlich von mir erzähle – und dann nur von anderen quasi durch ihr Verhalten, durch ja...einfach Beobachtungen vor mir bestätigt bekomme!

00:02:00: Und dementsprechend heute geht es darum dass sich das Gefühl habe dieser Leistungsdruck, den wir vielleicht über die letzten Jahre Jahrzehnte immer mal wieder verspürt haben.

00:02:14: So dieses Ergebnis orientierte auch in der Schule schon na du musst gut sein in der Schule.

00:02:20: das System sozusagen hat auch Anforderungen an uns.

00:02:24: Du musst einen guten Abschluss machen.

00:02:25: Du muss einen guten Job haben!

00:02:27: Du musst, du musst und dann musst du am besten auch noch sportlich sein, gut aussehen und was weiß ich noch alles Und das ist ja immer so dieses, ich möchte irgendwie mithalten.

00:02:38: So dieses Leistungsgetriebene Ich bin nicht gut genug.

00:02:42: und was mir jetzt auffällt seit Ja auch schon ein paar Monaten ein paar vielleicht sind es auch mittlerweile schon Ein zwei Jahre dass einfach das Kleidchen gewechselt wurde Das heißt Es wird einfach dieser Performance Druck dieser Performance Gedanke plötzlich gereframed Er wird quasi einfach nur in ein anderes Kleidchen gepackt.

00:03:11: Und mir ist es aufgefallen, weil ich letztens mit einer Person, mit der ich zusammen in einer Geschäftsbeziehung stehe, in einem Meeting war und dieses Meeting haben wir quasi draußen im Park abgehalten.

00:03:30: Und irgendwann klingelt so die Watch diese Fitness-Watch Du, sorry.

00:03:41: Heute bin ich echt auch ganz schön eng getaktet.

00:03:44: Könnten wir vielleicht eben für den Gedanken der Zeitoptimierung.

00:03:53: könnte ich meine Zehntausend Schritte jetzt mit dir gehen während wir das Meeting haben?

00:03:59: Weil sonst schaffe ich es heute einfach nicht mehr.

00:04:03: und da dachte ich mir okay wow!

00:04:05: Das ist echt ein gutes Signal dafür dass diese Zehntausend Schritte, die man ja so macht.

00:04:14: Gar nicht dafür da ist um wirklich zur Ruhe zu kommen und mit sich selbst mal zu sein.

00:04:21: Um vielleicht mal die Gedanken kreisen zu lassen während einer Bewegung oder während Bewegungsabläufen, die automatisiert sind sondern es geht einfach nur darum das gemacht zu haben am Ende.

00:04:38: Komm her was wolle.

00:04:39: wenn nicht dann kann ich heute gar nicht einschlafen.

00:04:43: Ich bin schlecht gelaunt oder habe Selbstzweifel, weil ich ja so undiszipliniert bin.

00:04:49: Und das fand ich sehr, sehr spannend diese Triebenheit dann auch eben in der Selbstfürsorge zu erkennen.

00:04:55: Da dachte ich mir, ah ja, das kenne ich tatsächlich auch von mir!

00:05:05: Gedanken habe von, oh hier das hab ich jetzt mir ausgearbeitet.

00:05:10: Das ist meine Routine für den heutigen Tag.

00:05:12: und wenn ich das nicht gemacht habe, na ja dann muss sich halt um drei Uhr noch schnell rausgehen oder meditieren oder noch kurz vorm Schlafengehen.

00:05:24: Muss ich noch irgendwie journaln obwohl mir die Augen schon zufallen und ich saumüde bin.

00:05:30: aber das gehört einfach zu meiner Routine dass macht man halt einfach so.

00:05:35: Diese Beobachtung, die möchte ich heute einfach mal mit dir teilen.

00:05:40: Und vielleicht ist es ja auch so dass es da bei dir irgendwas gibt was du auch kennst So dieses jetzt ist eben nicht mehr das to do.

00:05:52: Ich muss das in das Projekt erledigen oder ich muss das und das To Do abarbeiten.

00:05:59: Sondern jetzt hast du vielleicht mal dich schon dabei beobachtet, dass du ein schlechtes Gewissen hast.

00:06:04: Wenn du heute nicht deine Achtsamkeitsroutine nachgegangen bist und das das was uns quasi entstressen soll was den Stress aus unserem System lösen soll plötzlich wieder für Stress sorgt also einen Paradoxum sozusagen Und das fand ich sehr sehr spannend einfach mal auszusprechen.

00:06:24: Früher war es eben dieses höher schneller weiter und heute ist es eher so tiefer atmen, bewusster leben besser schlafen.

00:06:32: aber die energie darunter ist die ganz gleiche geblieben und zwar die energi.

00:06:38: Ich muss noch Irgendwer werden.

00:06:41: Und ich bin eben noch nicht genug das finde ich sehr Bemerkenswert um die weißheit der sprache mal zu bemühen.

00:06:56: Ich finde es wert dass wir das mal bemerken was da eigentlich darunter für ein motor läuft der quasi jetzt nur ein anderes Gefährt antreibt, aber der Motor ist immer noch der gleiche.

00:07:09: Und für mich ist einfach die zugrunde liegende Frage... Ist Selbstfürsorge vielleicht auch mittlerweile sowas wie zu so einer Pflicht geworden?

00:07:25: Das macht man halt so.

00:07:26: Instagram is voll mit Selbstfür-Sorge, Selbstliebe und wenn ich das nicht mache fühle ich mich auch schlecht!

00:07:34: Und dass wiederum sorgt dafür weniger Selbstliebe habe, also eine Abwärtsspirale.

00:07:41: Und außerdem ist mal eine spannende Frage wie ich finde seit wann ist Ruhe etwas was wir uns eigentlich verdienen müssen?

00:07:53: Bei mir ist es ganz klar so.

00:07:54: Ich kenne diesen Augenblick oder diese Augenblicke aus meinem Leben sehr genau für mich.

00:08:00: Es ist eine ganz klare Prägung gewesen das Ruhe für mich nichts ist Was selbstverständlich ist sondern dass muss man sich erst verdienen.

00:08:08: Das war bei mir ganz lange Zeit so.

00:08:10: Ich glaube, ich habe es hier im Podcast schon öfter mal erzählt.

00:08:13: Wenn mein Vater früher von der Arbeit kam und ich auf der Couch gelegen bin weil ich echt einfach kein Frühaufsteher bin und mir ist immer schwergefallen ist in die Schule zu gehen so früh, hab' ich mich dann immer hingelegt zum dreizehn-viertzehn Uhr einfach auf die Couch und bin da einfach eingeschlafen.

00:08:30: Und wenn ich dann gehört habe dass das Auto von meinem Vater vorfährt war für mich sofort so ein Panikmodus So ein Getriebenheitsmonus rastlos.

00:08:40: Ich bin dann so aufgeschreckt und manchmal habe ich es vielleicht auch überhört, weil naja, ich so tief geschlafen habe.

00:08:50: Und dann hat er mich geweckt.

00:08:52: So nach dem Motto Geht's dir gut?

00:08:54: Warum schliefst du denn?

00:08:57: Ja, weil ich müde bin.

00:08:58: Ja von was denn?

00:09:00: So nachdem Motto man schläft ja nur wenn man krank ist unter Tages.

00:09:03: Ansonsten schläft man ja nicht.

00:09:05: Ansozten hat man immer genug Energie und muss etwas machen, muss was schaffen!

00:09:13: Und für mich ist die Wendung folgende.

00:09:17: Eben nicht höre auf zu meditieren oder nicht lass alles fallen, weil an sich ist das ja was sehr, sehr gutes Achtsamkeitspraxis für sich in sein Leben zu implementieren.

00:09:35: Ich liebe es zum Meditieren ich liebe es auch spazieren zu gehen.

00:09:41: ich liebe Es dankbar keins Übungen zu machen mir Dinge aufzuschreiben für die ich wirklich dank bei meinem leben bin.

00:09:53: Nur dürfen wir auf die Quelle gucken, warum wir das eigentlich machen.

00:09:57: Machen wir es weil wir im Buch gelesen haben dass erfolgreiche Menschen sowas machen?

00:10:03: oder machen wir das weil wir einfach merken Das ist unsere Lebensqualität einfach nach oben schraubt und das ist einfach was ganz tolles für uns rein nur für uns intrinsisch nicht extrinsisch.

00:10:16: Oder mache ich's vielleicht nur damit ich ein Bild machen kann und auf Instagram posten kann Dass sich gerade meine achtsamkeitspraxis mache?

00:10:24: Na, ist es vielleicht hier und da wieder die Außenwirkung oder mache ich das wirklich nur für mich?

00:10:31: Und das sind einfach mal Fragen wie finde die erlaubt sein müssen.

00:10:36: Die radikal ehrlich sich jeder einfach mal stellen sollte.

00:10:43: und Für mich ist es eben ganz wichtig diese Quelle zu untersuchen weil wenn Ich wirklich das Gefühl habe Meditation danach Ist mein tag immer ruhiger, fokussierter.

00:11:04: Ich fühle mich besser mein Umfeld hat einfach total viel davon dann ist Meditation wirklich etwas was wundervoll ist.

00:11:13: wenn Meditation aber ein To-do ist und am Ende gar kein Benefit eigentlich dabei raus springt weil man einfach nur in Anführungszeichen den Stress den man sich intern entwickelt hat dass man noch nicht meditiert hat das die Meditation dann im besten Fall vielleicht diesen Stress nur wieder abbaut, den man sich selbst gemacht hat weil man ja noch nicht meditiert hat.

00:11:37: Und es geht nicht darum was du tust sondern es geht eben darum warum du es tust und ob dieses Warum wirklich auch deins ist.

00:11:46: das habe ich zum Beispiel bei mir auch entdeckt.

00:11:49: Ich hab auch mal verschiedene Bücher gelesen Mir verschiedene Inspirationsquellen geholt und hab dann gemeint ah ok so macht das eben diese Vorgabe oder die Person, die das empfohlen hat.

00:12:04: Und dann habe ich das auch auf Biegen und Brechen immer durchgedrückt und hab dann immer auch versucht ja ich muss da dran bleiben, ich muss das implementieren in meinem Leben und irgendwann habe ich gemerkt hey das bin null.

00:12:13: Ich... Das ist einfach drüber gestülpt!

00:12:16: Das mache ich einfach nur weil ich es irgendwann mal gehört habe dass das irgend jemanden gut tun soll.

00:12:21: Ja aber mir tut's nicht gut und ich kann da nicht dabeibleiben weils nicht meins ist.

00:12:25: Es kommt nicht intrinsisch aus mir raus.

00:12:27: Klar gibt´s da auch einen schmalen Grad von.

00:12:30: ich probiere es einmal und wenn's dann nichts ist lasse ich sofort wieder.

00:12:35: aber Es gibt einfach auch so Dinge die wir uns einfach aneignen, die wirklich nicht unser Ding ist sozusagen.

00:12:42: Und der Impuls Von dieser folge soll heute sein Die einfach mal ein leeres blatt zu nehmen und zwei spalten zu machen.

00:12:53: Ich habe das auch gemacht und dass is sehr sehr spannend.

00:12:57: Nimm dir einfach mal einen blatt ohne handy.

00:13:00: Das ist kein test Das ist auch kein Bewerten oder Urteilen von irgendwas, sondern einfach nur eine liebevolle Einladung das mal auszuprobieren.

00:13:10: Zieh einfach mal in der Mitte eine Linie so dass quasi links und rechts ne Spalte isst Und dann setze dich einfach mal mit nem leckeren Getränk In Ruhe hin ohne Handy und lass einfach mal deine Gedanken da wirklich rein in diesen Prozess.

00:13:31: Und links schreibst du alles auf Was du tust, weil es sich wirklich gut anfühlt.

00:13:36: Weil du weißt was das mit dir macht zum Beispiel Sport.

00:13:42: Das mache ich nicht, wenn ich an der Isa liege toll aussehe sondern weil ich weiß hinterher fühle mich einfach so vital und gut.

00:13:54: in meinem Leben passieren andere Dinge wie wenn ich eben diesen Sport nicht mache.

00:14:02: Das ist wirklich etwas was ich zu hundert Prozent unterschreiben kann.

00:14:06: Und rechts, also ein Beispiel von mir zu der linken Spalte.

00:14:11: Rechts alles was du tust um dich nicht schlecht zu fühlen.

00:14:17: Wow das ist so ein krasser Unterschied!

00:14:20: Um ein Bild von dir zu erfüllen weil du es vielleicht auch irgendwo gelesen hast und dann schau einfach mal hin ohne wirklich etwas zu verändern oder etwas zu streichen einfach nur was aus dir rausgeflossen ist.

00:14:36: Klarheit muss da nicht sofort in Handlungen oder Veränderungen münden, sondern manchmal reicht es auch ehrlich hinzuschauen.

00:14:46: Was mache ich um mich nicht schlecht zu fühlen?

00:14:49: Aber wo ich mich jedes Mal eigentlich intrinsisch so hinkwellen muss und weil ich's vielleicht aus einem Antrieb aus einer Quelle herausmache die mit mir gar nichts zu tun hat, sondern nur um ein Bild im Außen zu erfüllen dass mein Partner sagt ey super das du wieder laufen warst weil ich mag sportliche Männer oder was weiß ich, dass es einfach darin motiviert ist um jemanden zu gefallen.

00:15:22: Also nimm dir gerne diese Zeit und mach mal diese beiden Spalten links was du wirklich tust, weil es sich gut anfühlt und rechts was du tust um kein schlechtes Gefühl zu haben.

00:15:36: also das eine ist quasi hinzumotiviert und das andere weg von motiviert.

00:15:44: und vielleicht ein kleiner Satz am Ende noch, der alles zusammenfassen darf.

00:15:49: Bewusstsein bedeutet eben nicht mehr richtig zu machen sondern es bedeutet ehrlicher zu sehen was du tust warum du es tust und ob es wirklich aus dir herauskommt ob ist wirklich von dir kommt ob es deine idee war sozusagen das zu tun weil du weißt es tut dir wirklich gut.

00:16:12: Das war jetzt einfach mal ein Impuls den ich dir mitgeben möchte so dieser Performance-Gedanke, dass der einfach nur das Kleid gewechselt hat.

00:16:21: Das war das Bild was bei mir im Kopf aufkam letztens als ich eben dieses Meeting hatte... ...dass dieses Ich möchte was für mich tun?

00:16:29: Ich möchte zehn tausend Schritte gehen ist plötzlich nur ein To Do was man auch zwischen rein macht weil man es halt abhaken möchte!

00:16:36: Das war für mich nochmal so die Initialzündung da wirklich das ganze Ja zu besprechen hier in diesem geschützten Raum Im Old Soul Podcast.

00:16:46: Lass mir gerne deine Gedanken da Entweder du schreibst sie in einen Kommentar, du schribst mir eine Mail oder auf Instagram.

00:16:56: Ich freue mich über jede Nachricht auch genau von dir!

00:16:59: Ich bin gespannt was du davon hältst ob dich das irgendwie inspiriert hat und vielleicht auch bei dir was getriggert hat?

00:17:07: Und dann hören wir uns in der nächsten Folge wieder.

00:17:09: In diesem Sinne Alles alles Liebe zu dir und bis zur nächsten Folge.

00:17:17: Let it flow and let it grow.

00:17:19: Dein Adrian, bis dann.

00:17:28: Bye bye!

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